Allgemeines
Es
wird oft die Frage aufgeworfen ob es nicht riskant sei eine Uhr
zu erwerben die im Bedarfsfall vielleicht nicht reparabel ist. Es
ist zwar leider richtig, daß nicht jedes LED Uhrwerk (Modul)
wieder instandgesetzt werden kann und die Ersatzteilbeschaffung
schwierig ist. Aber eine bis heute, immerhin seit 25 Jahren,
funktionierende LED Uhr hat auch weiterhin gute Chancen; eine
vollelektronische Uhr unterliegt nämlich im Gegensatz zu einer
mechanischen normalerweise keinem Verschleiß. Die allermeisten
der mittlerweile defekten Uhren sind lediglich durch schlechte
Behandlung wie ausgelaufene Batterien oder Feuchtigkeit infolge
undichter Gehäuse ruiniert worden.
Ganz entscheidend ist es also möglichst umsichtig beim Erwerb einer
LED Uhr vorzugehen. Am besten macht man sich vorher mit dem
Modell vertraut und prüft beim Kauf genau alle Funktionen z.B.:
Läuft die Uhr korrekt durch den Stellmodus? Hiermit kann man
praktisch im Zeitraffer den normalen Betrieb simulieren. Leuchten
alle Displaysegmente auf? Sind im Batteriefach auch keine
Batteriesäurerückstände, grüne oder weiße Kristalle, zu
sehen? Das geht natürlich nur an Ort und Stelle; beim Einkauf
auf dem Versandwege sind widerum LED-Uhren Fachkenntnisse und
Seriosität des Anbieters ein wichtiger Aspekt.
Sollte
man trotzdem mal zu einer defekten Uhr kommen gibt es immer noch
mehrere Möglichkeiten: Nach meiner Erfahrung immerhin ca 50% der
Module reparabel. Falls nicht und falls auch kein Ersatzmodul
aufzutreiben ist käme für eine wertvolle Uhr auch der Tausch
des Moduls aus einem schlechtem Gehäuse oder einer biligen Uhr
mit gleichem Werk in Frage. Die Module wurden damals oft nur
angekauft, daher finden sich identische Module auch bei
unterschiedlichen Uhrenherstellern.
Batterien
Ein
Hauptgrund für das Ende der LED Uhren in den siebziger Jahren
war der im Vergleich zu den LCDs (Flüssigkristalanzeige) hohe
Stromverbrauch. Und die Batterien waren damals teuer; heute gibt
es allerdings sehr preiswerte Alkali Mangan Knopfzellen die man
ohne Bedenken verwenden kann. Die Silberoxydtypen haben ca 30%
mehr Ladung kosten aber ein Vielfaches.
Als
LED Sammler kommt man eigentlich mit insgesamt nur fünf Typen für
alle Uhren aus:
| Silber | Alkali | Abm./mm |
| 357 | AG13 | 11,6 x 5,4 |
| 386 | AG12 | 11,6 x 4,2 |
| 389 | AG10 | 11,6 x 3,1 |
| 393 | AG5 | 7,9 x 5,4 |
| 392 | AG3 | 7,9 x 3,6 |
Die supergroßen Knopfzellen für die frühen Pulsar und Omega Modelle werden leider nicht mehr hergestellt; hier verwendet man am besten die Type 357 oder 386 (mit Distanzring).
Achtung!
Sobald die Anzeige nicht mehr leuchtet die Battterien sofort
wechseln oder zumindest entfernen, leere Batterien können u.u.
sehr schnell auslaufen oder Säuregase ablassen! Die meisten LED
Uhren wurden im Laufe der letzten 25 Jahre auf diese Weise beschädigt!
Wartung
ist
bei Elektronik kein Thema. Wenn man allerdings seine LED Uhren
auch trägt sollte man auf guten Zustand der Gehäusedichtungen (Deckeldichtung
und Dichtungen der Druckknöpfe) achten um die Module vor
Feuchtigkeitseinwirkung wie Schweiß, Regen etc. zu schützen.
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